Nach einem recht späten, aber ausgiebigen Frühstück geht es heute direkt los in die City von Oslo. Unser Hotel liegt recht zentral und so kommen wir ohne öffentliche Verkehrsmittel aus. Unser erstes Ziel sind zwei alte und schöne Straßen im Herzen der Stadt. Auf dem Weg erkennen wir, dass Oslo erst so langsam aufwacht. Es ist alles noch sehr ruhig abseits der großen Straße und Einkaufsmeilen. In der ersten der besagten Straßen stehen tatsächlich ein paar nette kleine norwegische Häuser dicht an dicht. Wo sich die zweite Straße genau befindet bleibt für uns aber im verborgenen.
So machen wir uns auf den Weg zu unserem zweiten Stopp – dem Schloss von Oslo. Pünktlich 13:30 Uhr wollen wir zur Wachablösung ankommen. Dieses Ziel ist problemlos zu erreichen und so können wir in der Sonne auf einer Bank im „Park der Queen“ unsere erste kleinere Essenpause machen. Nach einem kurzen Plausch mit einer Frau aus der Königsgarde in besagtem Park wissen wir nun auch, dass sie sich nicht setzen dürfen, wirklich nicht und alle 2 Stunden getauscht werden und so weiter und sofort… Kein Job für unsere Kids, geben sie zu. Wir suchen uns einen guten Platz vor dem Schloss um dem Schauspiel der Wachablösung zuzuschauen. Nach dem Aufmarsch einer neuen Einheit, dem gegenseitigen regungslosen gegenüberstehen, dem im Gleichschritt umeinander umher gehen, macht es fast den Anschein, als würde ausgewürfelt, wer nun die nächste Schicht übernimmt. Aber spätestens nach den ersten Folgen von „The Crown“ auf Netflix wissen wir, dass es es mit Sicherheit ein festgelegtes Protokoll gibt. Wir halten die dann doch etwas langatmige Geschichte nicht bis zum letzten Tausch aus und verlassen den Schlossplatz in Richtung Hafen.
Der Weg führt nun über und durch mittlerweile recht gut gefüllte Straßen, Gassen und Plätze vorbei am Osloer Rathaus mit seinem stündlich wechselnden Glockenspiel (von Klassik bis Rock) hin zum Fährhafen. Auf dem letzten Metern kommen wir noch an ein paar Foodtrucks vorbei, welche uns neben einer Portion asiatischer Nudeln auch heimische Gefühle in Form eines „Hotdogs Germany“ mit Bratwurst, Zwiebeln, Sauerkraut und Senf bescheren.
Mit einer kleinen Fähre (Anmerkung Silke: eher eine tuckernde, in die Jahre gekommene Barkasse) geht es ein Stück durch den Hafen zur Museumsinsel. Unser Ziel ist die Ausstellung des Expeditionsschiff Fram, welches vor gut 100 Jahren in mind. zwei Expeditionen zum Nordpol gefahren ist. Neben vielen Bildern ist das Highlight die Besichtigung des Original-Schiffes – wirklich schön und interessant. Nur 4 Jahre im Eis rumexpeditionieren wäre auch nichts für unsere Kids.
Nach dem Museum warten wir noch kurz in der Sonne auf die Fähre für die Rückfahrt und besichtigen auf dem Heimweg, quasi im Vorbeigehen, noch die Festung von Oslo mit einem schönen Blick über den Hafen. Eine Winkorgie zum gegenüberliegenden Kreuzfahrtdampfer „Mein Schiff 3“ inklusive.
Auf der Suche nach etwas zu Essen landen wir in einer von außen sehr unscheinbaren Halle am Ende des Hafens zwischen mehreren großen Schiffen. In der Halle selbst gibt es wieder verschiedene Foodtrucks bzw. eher Stände. Die Bestellung per App an allen Ständen gleichzeitig (Japanisch, Fish & Chips, Burger) verlangt uns etwas Geduld ab. Aber schon drei SMS später haben wir alle das Essen vor uns stehen. Die Japanische Suppe entpuppt sich, trotz vorheriger expliziter Nachfrage als sehr scharf. So gibt es einen kleinen Ringtausch beim Essen, aber alle werden satt. Zwischenzeitlich begibt sich auch mein Schiff wieder auf die große See. Morgen sind wir dran, denn…
Das war nun unser letzter Tag in Norwegen. Morgen früh heißt es noch einmal packen und dann um 12:00 Uhr am Fährterminal stehen. Das nächste mal Kofferraumausladen findet dann erst wieder in heimischen Gefilden statt.
Wir sind sehr froh, dass die Reise in der Form stattfinden konnte und Corona und unser Reiseanbieter (fjordkindreisen.de) uns noch kurzfristig nach Norwegen gelassen haben. Die Rundreise war wirklich schön und abwechslungsreich. Viele tolle Unterkünfte mit sehr vielen netten Menschen und spannenden persönlichen Geschichten durften wir kennenlernen. Eine beeindruckende Landschaft mit ihren Fjorden, Bergen, Gletschern, Tieren, Tunneln, Fähren und viel Ruhe. Wir freuen uns auf zu Hause, könnten aber durchaus auch noch die ein oder andere Woche und Station dranhängen – das verschieben wir vielleicht auf ein anderes mal.















Gute Heimreise! Ich stalke Euch bestimmt wieder und werde auf https://www.vesselfinder.com/ die Reise der Color Magic ein bisschen verfolgen. Genießt den sehenswerten wunderschönen Oslofjord. Wir hoffen, dass er in der Sonne glitzert und bei schönstem Sonnenschein weiße Segelboote an Euch vorübergleiten!
Bis bald! Wir freuen uns darauf, Euch wieder in die Arme nehmen zu können! Wie sind sehr gespannt auf noch mehr Geschichten und x-tausend wundervolle Fotos!