Lecker, Farmerfrühstück. Der Kaffee wirkt Wunder, nach der etwas unruhigen Nacht. Wir genießen die selbstgemachte Salami und den leckeren Honig. Der ist so gut, dass wir noch ein Glas aus dem Farmshop als Erinnerung mitnehmen. Dann hält die Erinnerung auch geschmacklich noch etwas länger an. Außerdem müssen wir uns noch ausgiebig von den Tieren verabschieden, besonders den Hasen. Das Lama Pepper haben wir leider nicht mehr angetroffen. Das ist schade – die Kinder hätten es sooo gerne einmal gesehen. Aber so ist das mit Teenagern: die haben ihren eigenen Kopf.
Und so machen wir uns auf, nach Oslo, unserem letzten Ziel auf der Norwegen-Rundreise. Unterwegs fahren wir an Honefoss vorbei, einer alten Kobalt-Industriestadt. Besonders ansehnlich ist sie nicht. Aber sie hat einen recht großen Wasserfall, den ich gerne auf ein Bild bekommen möchte. Mein Maß an Wasserfällen auf Bildern ist noch lange nicht ausgeschöpft, sodass mir dieser nahegelegene Stopp gerade recht kommt. Und das glaubt mir nun keiner: im Reiseführer sind Massen an Wasser abgebildet, von einem mächtigen Wasserfall ist die Rede. Im Stadtzentrum von Honefoss, am Wasserfall Haugfossen jedoch, fließt kein Tröpfchen Wasser. Ich traue meinen Augen kaum. Martin lacht sich halb schlapp, aber es ist kein Wasser da… Irritiert fahren wir wasserfallaufwärts, davor ist Wasser und ein großes Rohr. Wir fahren wasserfallabwärts, dort ist auch wieder Wasser. Aber der Wasserfall selbst ist leer. Sowas.
Also nehmen wir die Reifen in die Hand und starten weiter durch nach Oslo. Next Stop Holmenkollen. Der Stadtteil im Norden Oslos ist laut Reiseführer mit einer Millionen Besuchern im Jahr der am meisten besuchte Ort in Norwegen: kaum zu glauben, dass die Skischanze so beliebt ist. Und genau die knöpfen wir uns jetzt vor. Durch Museum und den superschönen Kinderspielplatz (indoor) wagen wir uns hinauf in luftige Höhen. Ganz Oslo und den Oslofjord kann man überblicken. Nachdem wir uns satt gesehen haben, treten wir den Weg in die City an, zum Vigeland Skulpturenpark. Eigentlich stand der nicht auf unserer Liste, aber Rasmus hat ihn uns empfohlen. Nun liegt er quasi auf unserer Reiseroute und hat einen Spielplatz. Beste Aussichten für einen Park und zufriedene Kinder und Eltern. Natürlich schauen wir uns auch den wütenden Jungen an. Aber mit den ersten Regentropfen, keine Ahnung wo die Wolke her kam, begeben wir uns zum snacken ins Hotel, nur, um frisch gestärkt noch einmal los zu ziehen. Rauf aufs Dach der Oper und rein ins Stadtgetümmel. Am Freitagabend ist ordentlich was los und selbst die Domkirche hat noch geöffnet. Das nutzen wir schadenlos aus. Ich bin überwältigt von der Deckenmalerei und der Altar-Schnitzerei zum Abendmahl. Mit einem Spaziergang durch die Fußgängerzone gehts zurück zum Hotel.






