Der Fjord hat uns wieder
Der Fjord hat uns wieder

Der Fjord hat uns wieder

Und so ist der Plan:
Wir durchqueren das Laerdal, kaufen unterwegs frische Kirschen und Äpfel an der Straße. Lecker. Dann fahren wir über einen Pass vom Laerdalsfjord zum Aurlandsfjord. Das Wetter ist weiterhin wunderbar, die Sicht fantastisch. Wir sind umgeben von schneebedeckten Bergen, Bergseen und riesigen Gesteinsbrocken klettern wir bis auf 1300m hinauf, weit über die Baumgrenze, um dann mit Motorbremse und in schmalen Serpentinen wieder auf Meeresspiegelniveau hinabzurollen. Zwischendurch machen wir etliche Fotostops, welche die Blicke erst zurück und dann in die andere Richtung voraus dokumentieren. Und an einem können wir frische Heidelbeeren direkt neben der Straße sammeln. Zum Glück haben wir noch den Kaffeebecher von gestern im Auto. So schnell wie der gefüllt ist… Gleich zwei mal die Mädels glücklich gemacht. Und ja, die Jungs freuen sich auch über frisches Obst. Manchmal.
Der tollste Ausblickpunkt ist einige Kilometer später, die Stegastein-Aussichtsplattform, die die Schönheit des Aurlandsfjords zeigt. Mit einigen Tunneln kommen wir nach Flams, unserem heutigen Ziel. Seltsamer Weise mit kostenlosem Parkplatz. Was ist denn hier los? Trotz Touristenhochburg…

Die Zeit reicht noch für ein Picknick auf dem Spielplatz einige Tourismus-Einkäufe bevor wir uns auf eine zweistündige Fahrt mit dem Katamaran begeben. Das Schiff fährt den Aurlandsfjord hinauf, um dann in den Naeroyfjord hinein zu biegen. Beides sind Seitenarme des Sognefjords, den wir bereits vor ein paar Wochen weiter westlich besucht hatten. Heute ist unser Ziel das UNESCO Weltkulturerbe Naeroyfjord. Oft in Katalogen abgebildet soll er einer der schönsten Fjorde Norwegens sein. Die schmalste Stelle ist gerade mal 250 Meter breit, bis zu 500 Meter tief und links und rechts sind Steilwände mit 1300 Metern zu sehen. Dies Sonne erleuchtet den Fjord, die Birken zeigen schon leichte, herbstliche Ansätze und durch all das tuckern wir leise und genießen die Landschaft. Unglaublich. Über die „Wann sind wir da?“ „Mir ist langweilig!“ „Papa, was kann ich machen?“-Bemerkungen sehen wir großzügig hinweg. Diese sind schnell vergessen, beim gemeinsamen fotografieren und einem Eis.

Leider bleibt keine Zeit für das Vikingerdorf, es ist auch schon recht spät. So fährt kurz nach dem Anlegen des Schiffs unser Bus zurück nach Flam. Dank ausgebautem Tunnelsystem sind wir innerhalb von 20 Minuten zurück an unserem Parkplatz.
Allerdings geht die Superlative weiter: Für die Rückfahrt nach Laerdal verläuft dort, wo wir mittags noch den Pass befahren haben, parallel ein Straßentunnel. Mit 24,5 km ist der Laerdaltunnel der längste Straßentunnel der Welt und genau den haben wir uns für die Heimfahrt aufgehoben. Schon krass, was der Mensch alles erschaffen hat, um von A nach B zu kommen.

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