Das Glück der Erde oder der Familie
Das Glück der Erde oder der Familie

Das Glück der Erde oder der Familie

Wie kann man eine Familie auf Tour glücklich machen? Gib Ihnen Wlan und eine Waschmaschine nach tage- und wochenlanger Abstinenz.
Aber wir beginnen von vorn:

Einmal mehr sind wir mit gepackten Koffern aufgewacht. Aber auch mit Schafen. Das ist so schön, wenn man schon am Morgen diese Glocken-läutenden und wollig-wuscheligen Tierchen sieht und wie sie sich scheinbar auf und durch jede noch so hügelige und Landschaft zwängen, auf der Suche nach dem leckersten Futter. Oder sie liegen gemütlich am Straßenrand oder sogar auf der Straße, im Schatten, je nachdem, wo es gerade passt. Gerne auch mal mit allen vieren von sich gestreckt. Und auch heute morgen waren sie da. Vielleicht auch nur, um uns auf Wiedersehen zu sagen. Später als sonst begeben wir uns heute auf die Straße, um zur nächsten Unterkunft zu kommen. Leider vergeblich hatten wir noch versucht, eine Pferdefarm zu kontaktieren, die auf dem Weg liegt. Dennoch führt unsere Route entlang einer nur tagsüber und im Sommer geöffneten Pass, vorbei an den beiden angeblich beliebtesten Bergseen Skandinaviens, den Bygdinsee und den Gjendesee, beide über 1000m gelegen. Die Aussicht ist fantastisch, mit den Bergen, der Landschaft und bestem Wetter. Unsere Kopfhörer-Junkies auf der Rückbank interessiert das alles reichlich wenig. Dies ändert sich schlagartig, als uns eine Anruf der Farm erreicht und wir doch noch bei einem Ausritt dabei sein können. Also nehmen wir statt Seestop die Räder in die Hand um pünktlich an der Farm zu sein. Mitten in einem Wintersportgebiet und mit weiterhin fantastischem Ausblick geht es im flotten Schritttempo durch Wald und Wiese, auf dem Rücken eines sehr charmanten und genügsamen Pony. Zwei Stunde später und ein paar Norwegische Kronen leichter fahren wir mit dem glückseeligsten Lächeln weiter – unbezahlbar.

Angekommen in unserer neuen Bleibe erhellt sich die Stimmung weiter:
Wir sind ausgestattet mit Internet und Waschmaschine, haben ein tolles Haus bekommen, dahinter fließt der Wasserfall, vor uns die Aussicht auf die grünen Hügel der Laerdal-Region. Das Problem ist nur, was machen wir von den ganzen tollen Angeboten, die sich hier bieten?
Wir brüten noch ziemlich lang am Plan für die nächsten beiden Tage, während die Waschmaschine vor sich her läuft. Daher auch ein verspäteter Blogeintrag. Aber wir sind fündig uns einig geworden…

Noch ein Zusatz:
Zum Abendessen gab es, ich glaub deutscher geht es nicht, erst recht nicht am Sonntag, Kartoffelbrei mit Karotten und gebratenem Hackfleisch (in Form von Fleichküchle, Fleischpflanzerl, Boulette, Frikadelle aka Klopse-Mopse). Bei den letzten Nudel-Portionen hatte der Appetit der Kids doch etwas nachgelassen. Aber was hier gestern weggespachtelt wurde, unfassbar. Und natürlich war es viel zu wenig Fleeeeeehsch. Aber sie sind satt geworden. Irgendwie und irgendwann.

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