Es ist weiterhin neblig trüb, aber der Regen hat aufgehört. Nun sehen wir die Umgebung, in der wir die letzten Tage verbracht haben. Schade, das Panorama ist wirklich schön. Mit Sack und Pack ziehen wir weiter, über Oppdal, vorbei an einem beeindruckenden Wasserlauf (Magalaupet), weiter Richtung Süden. Nächster Stopp ist der Versuch, dass auch wir einen Blick auf die Moschusochsen erhaschen können. Dank Martins Orientierungssinn und den aufgezeichneten GPS Koordinaten begeben wir uns bei eisigem Wind in das Hochplateau, das Gebiet der Moschusochsen. Vorbei an Heidelbeeren und Rentierflechten versuchen wir ein Blick auf die großen Kolosse zu erhaschen. Leider blieb unsere Suche ohne Erfolg. Während die Kraxe einschläfernd schaukelt entscheiden wir uns irgendwann wehmütig umzukehren.
Vorbei an einer Kirche aus Schieferplatten in Dovre gelangen wir in etwas baumreichere Gegenden und schließlich zu unserer neuen Bleibe. Die Temperaturen sind weiterhin frostig, die Sonne kaum zu sehen. Moralisch schließen wir bereits mit Sommer ab und widmen uns gedanklich dem Herbst. Aber hey, alles ist besser als der Regen der letzten Tage.
„Und hier gibt’s kein Wlan?“ Nein, drei Tage Hütte, nur mit Wlan im Hauptgebäude, dass viel zu weit weg liegt, als das es empfangstechnisch noch eine Rolle spielen könnte. Die zweite Ernüchterung: Die Kinder erblicken das Bad, 2qm groß, bei dem der hintere Teil, wo auch das Waschbecken steht, mit einem Vorhang zur Dusche umfunktioniert wird. Die Stimmung ist am Tiefpunkt angelangt. Selbst Pfannkuchen und ein Spielabend zu viert können daran nichts mehr ändern. Aber bis jetzt haben wir es uns überall gemütlich gemacht. Das wird schon.




