Vom Winde (fast) verweht
Vom Winde (fast) verweht

Vom Winde (fast) verweht

Nachdem wir gestern den Preikestolen von der Wasserseite aus bestaunen konnten, ging es heute zu Fuß zum Gipfel. Das Wetter war mäßig und sämtliche Wegbeschreibungen weisen auf einen anstrengenden Auf- und Abstieg hin. Für uns Gründe genug den Tag in zwei Gruppen anzugehen.

So machte ich mich allein auf den Weg zum Preikestolen. Am Parkplatz regnete es nur noch leicht und die ersten Meter waren recht schnell geschafft. Der Weg entpuppte sich mit zunehmender Dauer zu einem einzigen von Felsen zu Felsen balancieren – und das ganze 4 Kilometer (einfache Strecke). Nach den ersten ca. zwei Kilometern führte der Weg raus aus dem Wald auf die freie Fläche. Der Blick wurde frei für eine Hochebene und den ersten windigen Vorboten.

Nun noch schnell an der Ost-Seite den Berg umrundet und schon wurde klar, dass es nicht bei dem lauen Lüftchen bleiben würde. Festhalten war angesagt. Am Abgrund zum Fjord ging es die letzten Meter auf einem schmalen Weg zum Plateau nach oben. Die Aussicht auf den Fjord, den Preikestolen und die Menschen, die sich teilweise robbend bis zum Rand gewagt haben, war aber jeden einzelnen Felsen auf dem Weg wert.

Nach einer kleinen Stärkung in einer etwas vom Wind abgewandten Spalte ging es wieder abwärts. Erst hier ist mir aufgefallen, wie viele Menschen in „schicken“ Schuhen und Klamotten versuchen den Knöchel-brechenden Weg zu gehen – verursachte nach der eigenen Erfahrung doch etwas nachdenkliches Kopfschütteln. Der Höhepunkt in dünnen Riemchen-Sandalen war selbstverständlich auch dabei.

Am Ende war ich geschafft und froh die Runde gelaufen zu sein. Diesmal hatte das Norwegische Parkplatzsystem auch zuverlässig das Kennzeichen mit ‚Ü‘ erkannt und ich konnte ordnungsgemäß die Kreditkarte zücken…

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