Auf der Suche nach…
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Auf der Suche nach…

So ein tolles Hotel. Als wäre der abendliche Nachtisch gestern nicht genug gewesen, folgte heute morgen das absolute Highlight. Wieder einmal profitieren wir vom reichhaltigen Buffet und dem freundlichen Herren, der uns alles bringt, was das Herz begehrt. Bisher meine ich damit einen Kinderstuhl, ausreichend Tisch-Platz, Kaffee und Milch in verschiedenen Ausprägungen… Heute morgen fragte er uns, ob die Kinder Eis mögen. Auf meine erstaunte Rückfrage „in the morning!?!“ meinte er nur, na klar, ihr seid in einem Hotel. Echt jetzt? So begab es sich, dass am Morgen des 19.08.2021 um 10 Uhr Ortszeit Kinder in einem Hotel in Alesund sitzen und Kaktus-Eis essen. „Mama, schau mal, mit brauner Schoko-Spitze!“ Unfassbar. Heute ist aber auch an der Tag, an dem Passanten Martin etwas unglaubwürdig anschauten, nachdem ihr Blick auf den bis unters Dach gepackten Kofferraum fiel, danach der Blick auf die Rücksitzbank und zum Schluss vorne aufs Nummernschild. Keine Ahnung, was die dachten. Touristas, sicherlich, Germans, vielleicht. Auf (fast) alles vorbereitete Eltern? Sicher nicht.

Mit Sack und Pack durchfahren wir die coolste Baustelle ever mit gefühlt zwanzig oder dreißig Baggern, Muldenkippern, Lastern, irgendwelchen Bohrteilen, die das Herz meiner Jungs höher schlagen lassen. Sogar mit Sprengung, zumindest die Kabel dazu wurden erspäht! Aller Jungs. Ich glaube, Martin hätte am liebsten gewendet und gefragt, ob er mitmachen kann. Baustellenerfahrung hat er ja.
Soeben werde ich von der Seite informiert, dass es sich um ein hydraulisches Raupenfelsenbohrgerät handelte. Ahhhh ja.

In Molde, unserem Zwischenstopp, finden wir die Domkirke, die, wie sollte es anders sein, geschlossen ist, wegen Umbauarbeiten. Bei der Suche nach unserer Empfehlung für den Mittagssnack beginnt es zu regnen. Dann stehen wir endlich dort, und das Cafe ist voll. Wir bekommen eine Empfehlung für ein anderes, dass wir aufsuchen, aber wenn einmal der Wurm drin ist, dann bleibt er auch erstmal da. Mit quängelnden Kindern und genervten Eltern kommen wir an unseren ursprünglichen Zielort zurück, zum Glück mit Erfolg. Und nach einem Snack und einem Heißgetränk auf dem Sofa sieht die Welt schon wieder besser aus. Ich muss gerade an Sheldon Cooper denken…
Einen Aussichtspunkt in Molde müssen wir noch mitnehmen. Angeblich sieht man dort bei gutem Wetter 220 Berggipfel. Das Wetter heute ist sehr verregnet. Wir sehen keinen einzigen, Nur Wolken und Gipfel zum Erahnen. Aber irgendwie hat das auch was.

Wir gelangen zur Atlantikstraße und unserer Unterkunft, direkt am Atlantik. Ein bisschen müssen wir einheizen – bei diesem Wind und den 10 Grad ist es doch ganz schön frisch. Wir sehen wie der Regen kommt und geht, Schiffe vorbeifahren und die Flut langsam Einzug hält. Am Wasser entlang geht unser Abendspaziergang, die Taschen schon voll mit Muscheln, Steinen, Schneckengehäuse und rundgeschliffene Glasscherben sind auch dabei. Schön.

Übrigens, heute haben wir die Mitte unserer Reise erreicht. Zweieinhalb Wochen liegen schon hinter uns und der größte Teil der Strecke auch.

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