Jetzt ist es schon wieder passiert. Martin und ich haben es geschafft, mal wieder einkaufen zu gehen. Die Temperaturen befinden sich ja derzeit im Keller (somit habe ich es nun auch zu einem Wetter-Schimpfer gebracht) und wir brauchen neue Klamotten. Als Frau von Welt bin ich ja anfällig für alles was mit Geld ausgeben zu tun hat – Schuhe, Taschen, Schmuck und natürlich Stofffummel in jeglicher Ausprägung. Nachdem ich die Schwangerschaft über modisch eher abstinent war, sollte sich dies nun ändern. Voller Vorfreude ging es hinein in die neue Modewelt und entäuscht ging es noch schneller wieder hinaus. Offensichtlich hatte sich die Mode ohne mich weiterentwickelt. Und irgendwie konnte ich mit dem, was ich so fand so gar nichts anfangen. Also habe ich beschlossen, dass ich mich nun in einem modischen Selbstfindungsprozess befinde, den ich bis dato noch nicht abgeschlossen, geschweige denn gefunden habe…
Dummerweise jedoch den unserer Tochter. Momentan, und das obwohl wir ne Menge zu Hause haben, finde ich ständig neue tolle Dinge, die sie unbedingt haben soll. Ich gehöre auch zu der Art von Müttern, die ihr(e) Kind(er) bereits in ihren jungen Monaten wie Erwachsene anziehen also in Hose und Shirt statt Strampler & Co. Sie ist ja auch schon ne Große. Schaut man in die Kaufhäuser und Kataloge dieser Babywelt findet man auch immer seltener Strampler. Im Babystarter-Set sind sie freilich noch enthalten, jedoch immer seltener in Größe 58 oder 62 zu finden – letzteres wird auch langsam knapp. Dies mach ich mir nun zu nutze und suche ständig Neues in der Vielfalt der Miniatur-Erwachsenen-Mode. Das Ergebnis war erschreckend: 5 Teile für Emilia, 0 Teile für Martin und mich. Naja gut, die Vase könnte man als unser Teil zählen – aber wir waren ja bei Modefummeln gestartet.