Freitag Abend, nasskaltes Wetter in einem sonst recht verschlafenen Fürther Vorort. Doch rund um eine kleine unscheinbare Mehrzweckhalle bahnt sich ein erbitterter Parkplatzkampf an… Glücklicherweise sind wir (ausnahmseweise) mal überpünktlich und können in unmittelbarer Nähe des Events „Kleidermarkt“ unser Auto abstellen.
In der Annahme einen gemütlichen Flohmarkt für Kinderbekleidung zu besuchen betrat ich die Halle und war „überrascht“…
Eine komplett überfüllte Halle mit einer Unmenge an Ständen, Müttern und Kindern – und wir: mittendrin. Nach einer kurzen Orientierungsphase ging es auch direkt los zum ersten Verkaufsstand. „Was suchen Sie?“ – „Wird es ein Junge oder ein Mädchen?“ – „Welche Größe brauchen Sie?“ – „Kommt das Kind im Sommer?“ – Am liebsten hätte ich ein T-Shirt mit den Antworten auf die an jedem Stand erneut gestellten Fragen getragen. Aber so lauteten sie jedes Mal: „Alles“, „Wissen wir nicht“, „Klein“, „Ja, Juli“.
Nach einer stressigen Stunde mit viel Gedrängel gegen kleidermarkterprobte Mitstreiter hatten wir es geschaft. Geschlechtsneutrale, Sommerkleidung und ein paar weitere Utensilien hatten den Weg in unsere Taschen gefunden. Wir waren glücklich und zufrieden! – Nächste Woche, so verraten es uns die zugesteckten Flyer, geht’s im Nachbarort in die nächste Runde – wir sind dabei!