Bunte Häuser, bunte Schirme
Bunte Häuser, bunte Schirme

Bunte Häuser, bunte Schirme

Leider führte der gestrige, so schöne Tag zu frühem Erwachen. Das Corona dazu führt, das in Hotels feste Frühstückszeiten vergeben werden, haben wir bereits gelernt. Aufgrund unserer „späteren“ Ankunft gestern, gab es nur noch das Zeitfenster der ersten Frühstückszeit. Die führte dazu, dass in unserem Hotelzimmer bereits um 06:30 Uhr am Sonntag morgen der Wecker zum ersten Mal klingelt. Gekonnt ignorierend zwingen wir uns doch alle aus dem Bett, um pünktlich 07:30 Uhr fertig zu sein. Ja, mit einem Badezimmer für alle braucht dann doch seine Zeit, bis so jeder aus seinem morgenmuffeligen Ei gepellt ist, oder besser gesagt aus der Bettdecke. Aber wir schaffen es, sitzen am Frühstückstisch, genießen die Aussicht und das reichhaltige Buffet. Und das so sehr, dass wir für morgen bereits Regeln aufstellen müssen. Da war sie schon wieder, die Diskussion mit Mama: Dummerweise bin ich der Meinung, dass ein Frühstück nicht nur aus Waffeln, Schokokeksen, Schokocroissants und Mini-Berlinern bestehen kann. Spielverderber. Morgen dann mit etwas Nahrhafterem – zumindest im ersten Durchgang.

So ein früher Sonntagmorgen hatte dann doch seine Vorteile. So ziemlich allein schlendern wir durch die Straßen, fotografieren, erklimmen den Berg zur Festung von Trondheim und sind mit diesem touristischen Highlight bereits fertig, als der erste Reisebus vor den Toren der Festung hält. Bloß schnell weg und weiter, in den Straßen und Gassen verkriechen, die sich langsam mit Leben füllen. Die bunten Häuschen an der Nidelva entlang gefallen mir persönlich besser, als jene in Bergens Stadtteil Brygge. Die Sonne spitzt auch durch die Wolken, während wir uns Richtung Domkirche vorarbeiten. Diese sieht der Notre Dame in Paris schon sehr ähnlich, auch wenn sie natürlich bedeutend kleiner ausfällt. Bis wir hinein dürfen, schauen wir uns noch die Kronen der Norwegischen Königsfamilie an und erfahren mehr über die Entwicklung der Kirche und der militärischen Ausstattung (Waffen, Schiffe, …) von den Wikinger bis heute.
Nachdem wir im Dom gewesen sind, begibt sich Martin noch schnell auf den Dom, bevor wir durch die schönste Straße in Trondheim zurück zum Hotel marschieren. Schön aneinander gereiht hängen bunte Regenschirme, die ganze Straße entlang. Das ist ein unbeschreibliches Flair, mit dem bunten Licht, macht irgendwie lächelnd und glücklich. Sehr schön anzusehen. Ich mag die Stadt, so entspannt und unaufgeregt. viel Grünfläche und ruhigem Treiben.

Gleich um die Ecke von unserem Hotel liegt noch Norwegens größtes Spaßbad. Das besuchen wir heute Nachmittag noch und geben unseren Kindern damit quasi den Rest. Gefühlte hundertmal Rutschen führen zu wahnsinnigen Hunger am abend und Erschöpfung. In den vielen verschiedenen Becken können wir wahlweise auf Trondheim oder aufs Meer hinausschauen und die vorbeifahrenden Boote anschauen. Damit endet unser Aufenthalt in Trondheim schon wieder. Ein bisschen bestechen wir unsere Kinder abends noch mit Pizza und dem Hinweis, dass wir morgen früh auf dem Weg noch ins Freilichtmuseum möchten. Aber das wird wohlwollend hingenommen…

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